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Eingespannt

... in eine PR-Aktion des Herstellers meines Fahrrads.

Brompton veranstaltet jährlich in London ein internationales Rennen, bei dem teilnehmen kann, wer 40 € zahlt, in kurzen Hosen, Jacket und Krawatte antritt. Teilnehmer (Fotos und Videos im Internet) und Medien sorgen dafür, dass das gesteckte Zwischenziel erreicht wird - Werbung für das Faltrad Brompton.

Die Besitzer des Bromptons füttern im Internet (Foren, Websites, Blogs, Facebook und Twitter) das ganze Jahr über ihr liebstes Kind mit Werbebotschaften. Es ist erstaunlich, wie intensiv man sich mit dem Produkt und dem Unternehmen identifiziert.

Seit 2014 gibt es in Deutschland ein Brompton-Rennen. 2015 lief es als Bestandteil einer größeren Radveranstaltung. Da die Stadt Bremen ihre Genehmigung dafür zurückzog, musste der deutsche Brompton-Importeur sein Rennen selbst organisieren. In einem Youtube-Video konnte man sehen, dass der 13 km lange Kurs in sechs Runden absolviert wurde, wobei die Strecke zum Teil über Radwege führte. Bezeichnend, dass sich in den Foren niemand mit diesen Bedingungen kritisch befasste.

Im Oktober 2015 gab es die erste Brompton-Schnitzeljagd (BROMPTON URBAN CHALLENGE BERLIN). Dabei wurden alle akkreditierten Brompton- Händler angefahren. Einen Preis gewann, wer Fotos von der Veranstaltung hochludt - auf Facebook, Twitter oder die Emailadresse des Veranstalters.

Aber soweit geht meine Liebe nicht, ich mag mein Brompton, ich schätze den Veranstalter, doch ich stelle mich nicht zur Verfügung.

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